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Frau liegt auf dem Ruecken

Auf den Punkt gebracht

 

„Im Spiegel des Vulkans“ mit Nhanga Ch. Grunow


 

Seit längerem interessiere ich mich nun schon für Tantra und spirituelle erotische Berührungen. Ich bin immer wieder erstaunt, dass ich in jeden Seminar mit neuen Techniken konfrontiert werde, die meine nicht gewollten Erwartungshaltungen bei weitem übertreffen. Das Seminar bei Nhanga war wieder eines jener Seminare, das mich in Erstaunen versetzte. Um es vorweg zu nehmen, ich hätte mir die Begegnung mit meiner Yoni niemals so intensiv vorgestellt, hätte nie gedacht, dass mir so vieles bisher unbekannt gewesen ist. 

Doch der Reihe nach: „Im Spiegel des Vulkans“ ist ein auf drei Tage angelegtes Basisseminar nur für Frauen.

Ich komme am Freitag Nachmittag im Connection Seminarhaus an. Nhanga, eine sehr freundliche, leger auftretende und gleichermaßen offenherzige Frau begrüßt mich und die anderen Kursteilnehmerinnen. Wir sitzen gemütliche bei einer Tasse Tee oder Kaffee zusammen und beschnuppern uns ein wenig, während die Gruppe geduldig auf eine Nachzüglerin wartet. Wir nutzen die Zeit und kommen uns schnell näher. Die anderen Kursteilnehmerinnen haben mir da allerdings schon einiges voraus, da sie, wie ich später erfahren konnte,  alle schon einige Seminare bei Nhanga besucht hatten. Umso erstaunlicher finde ich die geborgene Atmosphäre, die auch mich sanft umhüllt.

Nhanga nimmt sich jedenfalls viel Zeit, die persönliche Situation aller Kursteilnehmerinnen zu erfassen. Ich spüre mich in vertrauensvollen Händen und merke, dass ich mich hier öffnen kann. Ich bin beeindruckt, was Nhanga alles über die Yoni zu sagen hat.

Als nächstes erlernen wir den Feueratem und atmen dann eine ganze Zeit lang intensiv. Es ist immer noch der erste Tag – ich habe das Zeitgefühl schon fast verloren. Ich spüre mich geborgen und sicher in diesem Kreis der Frauen. Ich merke, dass ich mir erlauben kann, mich in dieser vertrauensvollen Umgebung weiter zu öffnen.

Die letzten Sonnenstrahlen tauchen den Raum in rötliches Licht, und die Zeit vergeht wie im Flug. Schon steht das Abendessen auf dem Programm und ich fühle mich leicht und gelöst.

Nach dem Essen geht Nhanga zum praktischen Teil des Abends über. Den einleitenden Worten folgt die Praxis der Yonimassage, die sie an ihrer Assistentin zelebriert. Ehrfurchtsvoll, besinnlich und tänzelnd stimmt sie sich auf die Massage ein. Sie nähert sich dem Heiligtum der Frau in demütiger und dennoch spielerischer Weise zugleich. Ich erkenne, dass diese Art der Begegnung zwischen zwei Frauen eine ganz neue, für mich bisher unbekannte Qualität besitzt. Es geht hier nicht darum, ein Ziel zu erreichen, irgend wohin zu kommen. Es geht hier nur um das so Sein. Das Besondere an dieser Massage ist die vollkommene Absichtslosigkeit und Akzeptanz für das, was gerade ist. Es gibt kein Ziel, es geht wirklich um Massage und auch um Entspannung statt um Stimulation und Anspannung, wie sonst so oft, wenn meine Yoni berührt wird. Diese Massage ist wirklich ein sehr kostbares Geschenk, und ich wünschte mir, das viel mehr Frauen das erfahren könnten!

Ich werde nachdenklich und bin fast ein wenig traurig, dass ich erst jetzt mit 37 Jahren erfahren darf, was absichtslose Hingabe ist. Ohne es noch am eigenen Leib erfahren zu haben, kann ich mir allein beim Anblick dieser Zeremonie vorstellen, wie wohlig sich das anfühlen wird. 

Obwohl – oder vielleicht gerade weil ! – die Massage kein Ziel, keine Absicht verfolgt, kommen die erstaunlichsten Ergebnisse zum Vorschein.

Nhanga erklärt uns später die verschiedenen Phänomene, die während einer Yon-Massage auftauchen können. "Mit keinem Körperteil ist die Frau so tief verbunden, wie mit ihrer Yoni. Hier ist sie am lustvollsten, aber auch am verletzlichsten. Hier öffnet sie sich für die Welt, aber hier kann die Welt auch gewaltsam in sie eindringen."

Angenehme und unangenehme Gefühle können sich häufig abwechseln. Von Nhanga erfahre ich endlich, womit das zu tun haben kann. Sie sagt mir, dass die Stimulation der Yoni Energieblockaden freisetzen kann, wenn man diese Punkte, die sich unangenehm anfühlen, bewusst massiert und hält.

Sie erklärt auch, das es besser ist, in der Dynamik zu bleiben und nicht punktuell zu arbeiten, wenn man die Wellen der weiblichen Ekstase rufen möchte, obwohl auch die Lustgefühle mit bestimmten Punkten in der Yoni zu tun Haben.

Interessant ist die Tatsache, dass diese sehr authentischen Gefühle aus der absichtslosen Berührung empor steigen. 

Ich verstehe jetzt die unterschiedlichen Gefühle besser, die mich hin und wieder beim Sex oder bei der Stimulation meiner Yoni überkommen.

Ich bin beeindruckt, vom ersten Tag, irgendwie komme ich mir vollständiger vor. Es war ein interessanter und sehr informativer Tag. Ich ziehe mich auf mein Zimmer zurück und bin stolz, eine Frau zu sein.


 

Der zweite Tag... weiter

 

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